Der Bunker

Der Bunker, das heutige Bunker Mooseum, gehörte zum faschistischen Alpenwall (Vallo Alpino del littorio). Dieser sollte nach 1938 die direkte Grenze zum Deutschen Reich sichern. Im Hinterpasseier befinden sich insgesamt 6 Bunkeranlagen. Sie waren als erste Verteidigungslinie gegen das Timmelsjoch konzipiert. Die Bauarbeiten zu den Wehranlagen wurden 1942 unvollendet eingestellt und die Bauwerke nie in Betrieb genommen.

Für die Stollen und Gänge des Bunkers „opera 3 – sbarramento di Moso“ war eine Mehrfachnutzung geplant: als Verteidigungsbunker zur Befestigung der Maschinengewehrstellungen, als Schutzbunker für die Besatzung der Kasernen in Moos und als Kommandobunker zur Koordination der übrigen fünf Anlagen.

Am Rande des Dorfkernes von Moos wurde ein beachtlicher Stollen für Lagerräume und Unterkünfte in den Fels gesprengt. Die drei erhaltenen MG-Posten wurden durch einen sieben Meter dicken „bombensicher“ betonierten Bunkerkopf geschützt. Die zwei Ebenen sind im Inneren des Felsens durch eine Wendeltreppe über ca. 25m Höhe verbunden. Diese beeindruckende Bausubstanz wurde durch die Umfunktionierung zu einem Museum nicht verändert und ist nun für BesucherInnen zugänglich. Eine Aussichtsplattform am Bunkerkopf bietet den Lohn für die erkundeten engen Treppen, Gänge und Kammern.